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Alex-Interview zum letzten Fichte-Cup
Raul Breitner kritisiert Ende
Ex -Coach Rolf kartet nach
 
Alex sieht auf das Foto mit den Spielern, die nach dem beim Fichte-Cup mit hängenden Köpfen den Rasen verlassen. Genau jene Spieler, die nach dem Aus im Fichte Cup auf der Maiwoche soffen und sangen. Alexs Kopf hängt immer noch.
"Wir haben nicht gesungen. Der "Anton aus Tirol" und "Die Hände hoch zum Himmel", das spielten sie an den Bierständen. Uns war nicht zum Feiern zu Mute. Es wurde diskutiert. Da stand nicht kübelweise der Sekt. Es war Bier. Daraus kann man nicht schließen, dass es ein Saufgelage war. Rolf Schütze stand ja mittendrin. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich der Vorsitzende des TuS Ende zu einer Mannschaft setzt, die er ein paar Stunden zuvor in seiner Rede noch als Schande für den Ender Fußball bezeichnet hat."
Dann schaut Alex wieder auf das Foto: "Mir tut es total Leid, dass Andy zu sehen ist. Der junge Hund hat ein gutes Turnier gespielt, und ich sage mir: Hoffentlich übersteht er das vernünftig. Dann hat er das Schlimmste hinter sich. Dann wird er ein großer Fußballer. Andy hat nicht gefeiert, der konnte nur nicht schlafen, wie ich und die anderen auch. Und als es vier war, sagte ich mir: Es rentiert sich nicht mehr, ins Bett zu gehen. Das Einzige, was man uns vorwerfen kann, ist, dass sich alles auf dem Marktplatz abspielte, so dass es jeder sehen konnte."

Alex ist weit davon entfernt, das Turnier schönzureden.

"Was da alles abgelaufen ist an unprofessionellem Verhalten, das war einer Mannschaft, die den Fichte-Cup gewinnen will, unwürdig. Wenn ich jetzt teilweise Kritik übe, muss ich damit rechnen, dass die Leute auch was über mich sagen. Aber jeder sollte in sich gehen. Nicht nur die Spieler, nicht nur der Trainer, sondern die gesamte Führung."

Alex überlegt lange, bevor er zu Vokki kommt. Das Thema tut ihm weh.

"Ich habe mich einmal einer Gruppe angeschlossen. 1998 vor der Fichte-Cup, als einige Spieler ein Fax an den Verein schickten und uns über Vokki beschwerten. Später sagte ich ihm: "Vokki, mir liegt noch mal was auf dem Herzen. Für die Art und Weise, wie das damals abgelaufen ist, möchte ich mich bei dir entschuldigen."

Diesmal gehörte Alex nicht der Gruppe gegen den Mannschaftskapitän an. Und dennoch ist er von ihm maßlos enttäuscht.

"Er sprach davon, dass wir uns charakterlos verhalten hätten. Wenn man mit dem Finger auf einen zeigt, zeigen sofort drei zurück. Er sollte sich Gedanken machen, ob er in seiner Karriere nach einem verlorenen Spiel immer ins Bett gegangen ist. Bevor ich die Schnauze zu irgendwas aufreiße, muss ich mir immer überlegen, ob ich persönlich immer alles richtig gemacht habe. Das hat er nicht. Und wenn er von Charakterlosigkeit spricht, fallen mir andere Charakterlosigkeiten ein. Die auf dem Platz."

Alex wird fast wütend: "Wir spielen gegen Somborn, es steht 0:0, und in den ersten neunzehn Minuten hat man das Gefühl gehabt, die Mannschaft versucht wirklich, was zu machen. Wie kann es da sein, dass ein Libero vor dem 0:1 in erster Front angreift, quasi vorm Ralle und dann, als der Ball verloren ging, zu Fuß zurückgeht in die Abwehr. Nicht im Sprint, nicht im Lauf, sondern zu Fuß. Da frage ich mich, was Charakter ist. Ich möchte jetzt nicht, dass es heißt, Vokki ist für das 0:1 verantwortlich. Aber das ist eine Charakterfrage. Und nicht, wenn einige auf der Maiwoche saufen. Logisch ist das Scheiße. Aber wichtig ist, was auf dem Platz passiert."

Vokki hat später anklingen lassen, er sei verunsichert gewesen, weil man ihm vorgeworfen hatte, dass er gegen Wetter zu wenig Druck nach vorn entwickelt hat.

Alex: "Damit sind wir beim nächsten Problem. Wer sagte denn bei uns, was du zu tun hast auf dem Platz? Normal der Trainer. Wir aber spielten beim Fichte-Cup dreimal gegen eine Viererkette. Dennoch dreimal mit verschiedenen Aufstellungen, mit drei taktisch verschiedenen Maßnahmen."

Alex zählt auf: "Im ersten Spiel gegen Somborn spielten wir mit zwei Stürmern und dahinter zwei offensiven Mittelfeldspielern. Vokki sollte vor der Abwehr spielen, sollte hinter der Abwehr spielen. Und dann sollte er Trulle noch draußen helfen. Wo gibt es das, dass der Libero da rüber muss? Da muss normal der Verteidiger oder der Mittelfeldmann rüberrutschen. Da muss ich die Aufstellung so machen, dass einer aus dem offensiven Bereich den rechten Verteidiger nimmt und dass Trulle sich um den Linksaußen kümmert. Andy und Carsten sind eben keine Super-Defensivspieler, da machen sie gar kein Hehl daraus. Die haben ihre Qualitäten woanders. Da muss ich mir sagen: Ich verzichte auf einen, oder ich stelle anders auf. Aber ich kann nicht sagen: "Ihr spielt", ohne zu sagen, wie sich die beiden zu verschieben haben."

Zwischenfrage: Aber ihr habt doch angeblich im Vorfeld am Hegede so toll trainiert? Sogar geheim!

Alex: "Wir hätten so viel Zeit gehabt. Zweimal am Hegede gespielt. Nichts wurde trainiert. Wie man gegen eine Viererkette spielt, haben wir das erste Mal vor dem Wetter-Spiel trainiert. Und das war eine Farce. Bereits beim ersten Training am Hegede habe ich zu Olav gesagt: "Olav, aus meiner Sicht werden heute Spiele aus kleinen Situationen entschieden. 70 bis 80 Prozent durch Ecken und Freistöße."
Ich sagte also: "Lass es uns trainieren, wer wo hinlaufen soll." Dann haben wir beim zweiten Training erstmals Ecken geübt. Aber ein Eckentraining macht keinen Sinn, wenn nur fünf Mann da sind und keine Gegenspieler dabei ist. Da mache ich jeden Ball rein, der einigermaßen kommt. Da muss ich doch Leute dagegenstellen. Das nächste Mal haben wir vor dem Somborn-Spiel geübt. Logisch haben wir Spieler den Löwenanteil am Misserfolg, weil wir die Leute sind, die 20 Minuten auf dem Platz stehen. Aber es sind viele Dinge, die da zusammenkommen. Deshalb werde ich nicht akzeptieren, dass gesagt wird: "Die Mannschaft ist ein Scheißhaufen." So einfach ist es nicht. Logisch sind wir ein Scheißhaufen. Aber das ist nicht der einzige Punkt."

Die neue taktische Ordnung gegen Wetter in der Jan Martin Sander ausschaltete, war die gut?

Alex: "Da haben wir mit zwei Defensiven im Mittelfeld gespielt, mit Klaus und mir. Davor Trulle. Die Ordnung hat komplett gestimmt. Aber wir hatten keinen Führungsspieler. Trulle ist kein Spielmacher, sondern einer, der Gegner ausspielen kann, eine ganze Abwehr durcheinander bringt."

Warum konnte sich denn keiner entwickeln?

Alex: "Es wurde im Endeffekt nie festgelegt, wer wie spielt, wer wo spielt, wer was spielt. Die meisten Spieler haben nicht gewusst, ob sie spielen. Wie soll sich da jemand herauskristallisieren, der das Heft in die Hand nimmt? Oder wie soll sich eine Gruppe herauskristallisieren, die sagt: "Jetzt spielen wir unser Ding." Im letzten Jahr wussten vier, fünf Leute, dass sie immer spielen. Vokki, Christoph, Ralle, Klaus hatten es leicht, Anweisungen zu geben. Außerdem hat der damalige Coach Schütze seine Vorstellungen, wie zu spielen ist, klar zum Ausdruck gebracht. Es liegt eben auch am Trainer, dass er sagt: Die und diejenigen sind meine Leute."

Und der totale Blackout gegen die Reserve von Post Hagen?

Alex: "Ich saß draußen, übrigens wirklich verletzt. Von dort sah ich teilweise vier, fünf Spitzen. Wenn ich schon so viele vorn aufstelle, aber einer aus der defensiven Abteilung auch noch Rechtsaußen spielt (Trulle; d.Red.), dann kann das nicht hinhauen, dann entstehen Riesenlöcher."

Zwischenfrage: Alex, warum haben als erfahrener Spieler mit vielen Cup-Spielen nicht versucht, da einzugreifen?

Alex: "Das geht ja nur dann, wenn derjenige bereit ist, etwas anzunehmen. Bei uns sind Spieler dabei, die haben erst drei, vier Fichte-Cups auf dem Buckel, haben aber keinen Bock drauf, irgendwelche Aufgaben zu erfüllen. Das sind eh schon die übergroßen Fußballer. Die sagen dann: "Halts Maul!" Das hätte ich mir früher erlauben sollen. Da wäre ich in hohem Bogen rausgeflogen. Und wenn einer im ersten Spiel so Scheiße gespielt hat wie ich, der könnte 100 Turniere gespielt haben, er hat keine Chance, dass man ihm zuhört. Ich glaube, dass Trulle ein hervorragender Fußballer ist. Aber er hat von seiner Grundeinstellung dieses Problem. Ich weiß, dass es nicht nur beim Fichte-Cup so ist. Dem kann man nichts mehr sagen. Der ist schon Weltmeister. Der spielt gegen Post den Ball raus auf Schellewald, der stark ist eins gegen eins, rennt dann hinter dessen Gegner und macht ihm den Raum zu, turnt rum als vierter Stürmer, obwohl er im halbrechten Mittelfeld spielen soll. Dabei ist Trulle ein absolut guter Fußballer, zweikampfstark, kann mit dem Ball umgehen, er hat alles."

Wie kommt es, dass sich die Jungen heute anders verhalten?

Alex: "Ich musste ein Jahr lang, obwohl ich schon 21 war, eine gute Saison spielen, bevor ich mehr oder weniger reinrutschte. Heute reichen drei oder vier gute Testspiele, und es heißt: Der muss rein. Ein gutes Beispiel für gut und vernünftig ist Andy. Der setzt sich hin, redet mit den älteren Spielern, fragt nach, was er machen kann. Er versteckt sich nicht auf dem Platz, haut auch mal rein. Und wenn man sagt: "So geht es nicht", nimmt er das an. Aber er ist, so traurig das klingt, die Ausnahme."

Warum hatten die Spieler schon vor dem 1860-Spiel die Taschen für die vorzeitige Heimfahrt gepackt ?

Alex: "Ich weiß auch nicht, wie so was geht. Wenn bei mir einer gekommen wäre und gefragt hätte, wie es mit der Heimfahrt aussieht, dem hätte ich in den Arsch getreten und vom Platz gescheucht. Mein erster Gedanke nach dem Ausscheiden war: Gebt mir ein Auto, ich will keinen mehr sehen."

Dann kam es zu der Feier bis zum Morgen...

Alex: "Neben mir stand Franz, unser Zeugwart. Mit dem habe ich sieben Jahre lang zusammengearbeitet. Dann noch unsere Physiotherapeuten. Diese Leute haben sich den Arsch aufgerissen. Franz hatte mir schon vorher gesagt, dass er aufgrund der nervlichen Belastung nicht mehr kann. Das hat mir so Leid getan. Ich sagte: "Franz, wir setzen uns heute noch zusammen und trinken einen." Ich habe ihm auf mein Trikot ein Dankeschön geschrieben. Aber den Großteil der Spieler interessiert das nicht mehr, was diese Leute tun."

Es wurden doch genügend Aussprachen angekündigt. Wie nach Christophs Kritik: "Der Zustand der Ender Mannschaft ist jämmerlich."

Alex: "Das war mit Sicherheit keine Aussprache. Ich meinte, es würde mehr Sinn machen, wenn Christoph dabei wäre. Das war anscheinend nicht wichtig. Es wurde im Grunde darüber diskutiert, was in der Zeitung steht und wie man damit umgehen muss. Aber nichts, was die Mannschaft betrifft."

Christoph war dann wieder dabei. Aber er wirkte trotz guter Leistung nicht so entschlossen wie im letzten Jahr.

Alex: "Es gab viele Diskussionen, welches System wir spielen könnten. Was wir ändern könnten. Aber als keine Resonanz kam, hat sich Christoph gesagt: "Jetzt sage ich gar nichts mehr. Ich mache das, was Vorgabe ist, und Aus."

Rolf schien doch schon ein Idealsystem gefunden zu haben...

Alex: "So wie im letzten Jahr, das war ideal. Auf einmal spielten wir dann ein anderes System, weil er (Rolf; d. Red.) durch seine Art und Weise niemandem wehtun wollte. Dann kam Kritik, und er änderte wieder die Taktik. Und als Carsten im Vorfeld nicht trainiert hatte, wurde er so geschwächt, dass die mit drei, vier Turnieren, wie erwähnt, Oberwasser bekamen. Es ist doch scheißegal, ob Carsten am Boden Schwächen hat oder nicht wenn ich weiß, dass er seine Stärken oben hat, dann muss ich ihn so in Szene setzen, dass er der Mannschaft hilft."

Im Vorfeld, so hieß es, wäre die Mannschaft in abendlichen Gesprächen zusammengewachsen...

Alex: "Der Stimmung war anfangs auch gut. Aber nach dem Spiel gegen Somborn war wieder alles über den Haufen geworfen. Auf einmal war die gute Stimmung wieder weg." Die Dreiergruppe Jan/ Christoph/Trulle hat sich durch nächtliche Eskapaden durch Hagen unmittelbar vor dem Turnier angreifbar gemacht. Alex: "Sie waren keine störende Gruppe, sie haben keine Politik gemacht. Alle drei sind wichtig für die Mannschaft. Sie haben jetzt genug Ärger. Aber wenn jetzt welche sagen, wir hätten keinen Stolz, keinen Charakter warum sind diese Leute nicht vorher gekommen?"

Reicht es nicht aus, an Ehre und Vaterland zu appellieren?

Alex: "Bevor ich Schütze als Trainer bekam, dachte ich, Bereitschaft, Einsatz, Wille wären genug. Zum heutigen Fußball gehört mehr. Damals stand ich viermal im Jahr auf dem Platz, ohne zu laufen. Ich musste meine taktischen Wege abgehen. Es stand mir schon hier oben, aber man hätte mich nachts wecken können, und ich hätte gewusst, was ich zu tun habe."

Wäre ein Comeback von Schütze wünschenswert ?

Alex: "Früher hieß es, sein Fußball wäre wenig attraktiv. Das mag sein. Aber trotzdem hat jeder Spieler gewusst, was der Trainer will. Wenn wir damals spielten, wollte Schütz die ersten 15 Minuten die Bälle weit nach vorn. Manche meinten, das wäre kein Fußball. Aber wenn der Ball in Gegners Hälfte war, waren wir 30 Meter vom eigenen Tor entfernt, die Gefahr war also geringer, dass ein Gegentor fällt das ist einleuchtend. Danach musste das Mittelfeld sofort vorrücken. Spätestens der zweite Ballkontakt gehörte uns. Auch einleuchtend. Dieses Jahr haben wir versucht schönen Fußball zu spielen aber was haben wir davon gehabt? "

Schütze also doch für wieder für Ende?

Alex: "Ich bin ein brutaler Verfechter seiner Theorie, dass Spiele durch Standards entschieden werden. Du hast immer die Möglichkeit, in 20 Minuten ein Tor zu machen. Wenn nicht, spielst du 0:0. Aber du gehst nicht unter."
 
Das Kardinalproblem ist die Mannschaft"
Der TuS Ende blickt wieder optimistisch Richtung Fichte-Cup, doch Fichte-Cup-Experte Raul Breitner spart nach den schlechten Leistungen der vergangenen Wochen nicht mit Kritik. "Das Kardinal-Problem der Ender liegt in der Mannschaft", schreibt der Altmeister in seiner Kolumne im Schrabbekurier.

Drei Gründe für Ende-Krise

Besonders bei denen, die die Schuld für das Versagen immer bei anderen suchen würden, bei den Medien oder vorzugsweise bei ihm, Raul Breitner. Für die Krise hat der einstige Spitzenspieler drei Gründe ausgemacht: die verfehlte Personalpolitik, die unsinnige Rotation und die fehlende Hackordnung.

Zweifel an Fachverstand von Schütze

Abgesehen von Andy würde keiner der Einkäufe aus den vergangenen Jahren Fichte-Cup Ansprüchen genügen. Ähnliche Kritik hatte zuletzt auch der ehemalige Fichte Cup-Allstar Goede gegenüber dem Schrabbekurier geübt. "Wenn Schütze sagt, Klaus sei im Vergleich zu einem Tittel das Doppelte wert, dann zweifle ich zum ersten Mal an meinem Fußballverstand."

Kritik an Trainer Carsten

Der neue Headcoach Carsten bekommt sein Breitner-Fett kübelweise ab. "Ein Dennis ist ohne Zweifel ein Riesentalent. Nur, auch er wird auf der Bank kein Super-Star." Das Rotationsprinzip unterdrücke den Konkurrenz-Kampf unter den Spielern. "Rotation ja, aber richtig", fordert Breitner. Anschauungsunterricht könnten die Ender in dieser Frage bei Westfalia Somborn nehmen.

Götz wird vermisst

Seit dem Weggang von Götz fehle den Endern der Mann, an dem sich die anderen reiben können. Vokki sei dazu nur bedingt in der Lage. Um wieder ganz nach oben zu kommen, müsse der TuS Ende bereit sein, von anderen zu lernen. Zweitens müssten neue Spieler geholt werden. "In den nächsten zwei, drei Jahren müssen pro Saison zwei absolute Klassefußballer her."



"Möglichkeiten in Ende sind mies"
Beim Fichte-Cup-Teilnehmer TuS Ende ist sieht man der Zukunft optimistisch entgegen, doch leidet der Verein immer noch unter dem schlechten Abschneiden im letzten Jahr. Ex-Trainer Rolf erläuterte in einem Interview mit dem Schrabbekurier, dass die Rahmenbedingungen bei den Endern äußerst begrenzt sind:

"Wir befinden uns in einer unglaublich prekären Situation. Die Möglichkeiten in Ende sind richtig mies. Uns fehlen die Trainingsmöglichkeiten, die die anderen Clubs haben. "

Ende noch ohne Verstärkungen

Kein Wunder, dass der dreimalige Fichte-Cup-Halbfinalist Probleme hat, sich auf dem Transfermarkt zu verstärken. "Wir sind eine andere Adresse als vor drei Jahren. Viele Spieler in Holland, Belgien oder Frankreich wissen nicht mehr, dass wir beim Fichte-Cup spielen." Das spiegelt sich auch bei den Transferbemühungen für die diesjährigen Cup wider. Nur die Xoungster Dennis und Mike haben noch keine Fichte-Cup-Erfahrung.

Rolf hat Trainerablösung noch nicht abgehakt

"Nach dem Desaster vom letzten Jahr mussten natürlich Köpfe rollen und ich war da natürlich der geeignete Sündenbock. Dabei hat die Mannschaft nicht einmal versucht, meine Anweisungen auf dem Spielfeld umzusetzen."
Das jetzt ausgerechnet Carsten das Team in den Cup führt, ist für ihn die Fortsetzung der falschen Personalentscheidungen in den letzten Jahren: "Der Carsten ist ja ein netter Kerl, aber er hat keine Erfahrung im Trainergeschäft. Außerdem ist er zu gutmütig. Als Trainer muss man auch einmal dazwischenhauen. Ich davon überzeugt, dass nur ein harter Hund die Truppe wieder nach oben führen kann.

"Anspruch und Wirklichkeit klaffen bei den Endern auseinander. Die Hackordnung stimme nicht:

"Die älteren Spieler konnten im letzten Jahr ihren Führungsanspruch nicht mit Leistungen untermauern. Logisch, dass dann Unruhe ins Team kommt. Während die Alten genug mit sich selbst beschäftigt waren, mussten die Jungen Lehrgeld bezahlen. Das Resultat war, dass die Mannschaft sich nicht aufbäumte - es gab zu viele Indianer und keine Leitwölfe im Team."

Dennoch wird der Ex-Coach beim Fichte-Cup wohl dem Trainer-Neuling Carsten hilfreich zur Seite stehen: "Wenn er mich um Rat bittet, werde ich ihm weiterhelfen. Außerdem hänge ich halt am Verein."